MRV Squad - Tag 98 - 24.06. - 8:00 Uhr in Marbach

Liebe Ruderer,


es gibt viele Sportarten, die als Ergänzung zum Rudertraining sehr gut geeignet sind. Im Winter hätte ich Euch an dieser Stelle auf jeden Fall vom Skilanglauf erzählt. Skilanglauf bindet die meisten Muskelgruppen ins Training ein. Skilanglauf ist eine koordinative Herausforderung - darüber könnte ich Euch persönlich berichten. Skilanglauf fordert außerdem oder vor allem die konditionelle Fähigkeit der Kraftausdauer. Ihr seht an der Aufzählung: Skilanglauf ist ein perfektes Ergänzungstraining im Winter für Ruderer.


Jetzt ist aber im Moment nicht Winter und Ergänzungstraining sollte das ganze Jahr über durchgeführt werden. Erstens bringt Bewegungsvielfalt sowieso jedem Sportler auch beim Verfeinern seiner Technik viele Vorteile, zweitens kann man mit Vielfalt auch muskuläre Dysbalancen vermeiden. Das kann man mit den Armen ganz einfach erklären: würdet Ihr immer nur euren Bizeps trainieren, so würde das nicht viel bringen, denn man kann nur soviel "Kraft" entwickeln, wie Spieler (Bizeps) und Gegenspieler (Trizeps) gemeinsam aushalten. Der eine darf arbeiten, der andere muss dagegenhalten. Dieses Kräfteverhältnis zieht sich durch euren ganzen Körper. Wusstet Ihr, dass Rückenschmerzen oft an zu schwachen Bauchmuskeln liegen können? So würdet Ihr vielleicht wie wild die Rückenmuskulatur trainieren, denn der Bauch tut Euch ja nicht weh und das Ergebnis wäre trotzdem nicht wie gewünscht.


Jetzt bin ich total vom Thema abgekommen, denn heute wollte ich Euch "Klettern" als Ergänzungstraining vorstellen. Ich habe wieder ein paar Bilder von Ruderern bekommen, die vor ein paar Tagen auf einem Klettersteig unterwegs waren:

Klettern – das bringt es

Klettern ist ein komplexes Ganzkörpertraining. Davon profitieren Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Auch für die mentale Stärke wird trainiert.


Muskeln: Vom Klettern profitieren alle Muskeln des Körpers. Untersuchungen zeigen, dass Klettern Muskeln in den Armen, den Schultern, im Rücken, dem Po- und den Beinen besonders stärkt.


Kondition: Beim Klettern verbessert sich die Kondition. Vor allem die Kraftausdauer, steigert.


Koordination: Um die Kletterrouten zu bewältigen, muss der Körper ständig wechselnde Bewegungsabläufe und -variationen erlernen und abrufen. So verbessert Klettern die Koordination.


Psyche: Klettern erfordert eine hohe Konzentration. Sorgen und Ängste treten so zeitweise in den Hintergrund. Klettere lernen, in schwierigen Situationen nach einem Ausweg zu suchen, meistern immer neue Herausforderungen. Durch das gegenseitige Sichern lernt man, Kontrolle abzugeben und dem Partner zu vertrauen. Durch die Fokussierung auf den Moment ist Klettern zudem ein hervorragendes Achtsamkeitstraining.


Klettern – das steckt dahinter

Mittels eigener Körperkraft und Geschicklichkeit senkrechte Wände zu bezwingen: Diese Herausforderung reizt inzwischen viele. Ob Anfänger oder Sportkletterer, Naturliebhaber oder Hallensportler: Klettern ist in vielen Varianten möglich. Man unterscheidet die drei Hauptformen Bouldern, Sportklettern und alpines Klettern.


Was ist Bouldern?

Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil in Absprunghöhe – also einer Höhe, aus der noch ohne Verletzungsgefahr abgesprungen werden kann. Weichbodenmatten sollen bei einem eventuellen Sturz vor Verletzungen schützen. Das Bouldern ist eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Bei dieser Kletterdisziplin geht es darum, Probleme zu lösen, also Boulder richtig zu lesen.

Im Wettkampf müssen komplexe Einzelzüge und komplizierte Bewegungsabläufe in einer vorgegeben Zeit bewältigt werden: Ziel ist es, den Topgriff, also den obersten Griff, mindestens drei Sekunden lang stabil zu halten. Beim Bouldern ist vor allem Maximalkraft gefragt. Diejenigen Kletterinnen und Kletterer, die an der Weltspitze dabei sein wollen, brauchen darüber hinaus ein hohes Maß an Athletik, eine sehr gute Beweglichkeit und ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen. Akrobatische Bewegungsabläufe, Sprünge oder ungewöhnliche Körperpositionen gehören mittlerweile zum abgefragten Repertoire bei den Wettkämpfen. Durch seine spektakulären Bewegungen, viel Action in kurzer Zeit sowie dem zuschauerfreundlichen Modus hat das Wettkampfbouldern in den vergangenen Jahren zunehmend an Anziehungskraft gewonnen. Zu dem diesjährigen Boulderweltcup in München, bei dem der deutsche Starter Jan Hojer Bronze gewann, kamen mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher.


Alpines Klettern

Alpines Klettern eignet sich für Einsteiger und Geübte. Die Schwierigkeit reicht von einfachen Touren bis zu schwierigen Klettersteigen im Hochgebirge. Beim alpinen Klettern zählt neben der sportlichen Herausforderung auch das Naturerlebnis. Fundierte Wetter-Kenntnisse, die richtige Ausrüstung und Verpflegung sind hier besonders wichtig.

Sportklettern Diese Variante des Kletterns kann indoor und outdoor ausgeübt werden. Es wird gesichert mit Partner geklettert und das bis in große Höhen und hohe Schwierigkeitsgrade. Bewältigt werden oft vergleichsweise kurze, aber anspruchsvolle Routen aus. Ursprünglich als Training zum alpinen Klettern angewendet, hat sich daraus inzwischen eine eigene Sportart entwickelt. Sportklettern eignet sich eher für Fortgeschrittene. In jeder Form lassen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bewältigen. Die in Deutschland gängige Bewertungsskala ist die sogenannte UIAA-Skala. Sie reicht vom 1. bis zum schwierigsten 11. Grad. Klettern ist derzeit hierzulande extrem populär. Dem Deutschen Alpenverein (DAV) zufolge gibt es mindestens 500 000 aktive Kletterer in Deutschland.

(https://www.netdoktor.de/sport-fitness/klettern/)

https://www.alpenverein.de/bergsport/gesundheit/bergsportarten-gesundheit/bergsportarten-gesundheit-bergsteigen-bestaetigung-durch-gipfelerfolg_aid_15057.html


Zum Training:


Ergometer: 5x2000m mit Schlagzahlwechsel

Die ersten 1000m der jeweiligen 2000m Strecke mit SZ 22 fahren, dann 500m mit SZ 24 und dann 500m mit SZ 26 - fünf Mal wiederholen!


Laufen/Walken: 50 Minuten oder 5x10 Minuten - mit Steigerung der Intensität

Die ersten 5 Minuten locker laufen, die nächsten 3 Minuten gerade so noch okay, 2 Minuten etwas anstrengend, 1 Minute anstrengend.


Liebe Grüße

Heike


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