MRV Squad - Tag 76 - 02.06. - 8:00 Uhr in Marbach

Liebe Ruderer,


ich habe sehr viel Freude an den Fortschritten in den Einern. Ich weiß nicht, ob wir im Kinderbereich schon so weit wären, wenn es nicht den Zwang gegeben hätte, zwischen Einer rudern und NICHT rudern zu wählen. Alle haben den Einer gewählt. Auch die B-Junioren werden in ihren Einern immer flockiger. Gestern war die Aufgabenstellung: Training der Koordination im Einer! Das war richtig gut! "Stehendes Blatt" rudern können inzwischen die meisten. Einige können auch links und rechts abwechselnd stehendes Blatt und abgedrehtes Blatt rudern. Und wiederum ein paar können während dem Vorrollen das Blatt um 360 Grad drehen, um dann senkrecht einzusetzen.




Geübt haben wir gestern alle im Hafen in Freiberg. Beim Ruderverein und im Altarm waren gestern unglaublich viele StandUp Paddler und Schlauchboote unterwegs. Daher bin ich nicht nur mit den B-Junioren runtergefahren, sondern in der zweiten Schicht auch mit den Kindern.





Janis zeigt Euch in den zwei Filmen jeweils eine Übung. Die erste ist das "Hände weg" - dann mit den Blättern in der Luft wieder an den Körper ziehen und dann erst normal vorrollen! Einfach anschauen, die Erklärung ist wahrscheinlich verwirrend. Im zweiten Film zeigt er mit nur einer Seite die 360 Grad Drehung des Ruderblattes.





Es gibt so eine nette Theorie. Scheinbar wird jeden Tag eine kleine Menge Gehirnzellen bis ins hohe Alter gebildet. Entgegen der Annahme, dass die Anzahl der Zellen im Moment der Geburt feststeht. Die Gehirnzellen stehen dann so im Gehirn rum und fragen, wozu sie gut wären und ob man denn einen Job für sie habe. Hat der Mensch keine Aufgabe für sie, dann ziehen sie wieder ab, wahrscheinlich total traurig. Übt man jeden Tag etwas neues, so spucken sie in die Hände und übernehmen die neue Aufgabe. Ich weiß nicht, ob die Theorie stimmt, aber ich mag die Vorstellung. Auf jeden Fall haben unsere Ruderer heute ganz vielen Gehirnzellen das Leben gerettet, indem sie ihnen eine Daseinsberechtigung geschenkt haben und wenn es nur die Steuerung der 360 Grad Drehung eines Ruderblattes ist. Wobei: ich finde dazu braucht es ganz viele Gehirnzellen!

Aber jetzt geht es um das Training für heute:


Es ist eine Art Fahrtspiel - oder eine Art Intervall-Training - so eine Kombination aus beidem. Während beim Fahrtspiel die verschiedenen Intensitäten eher zufällig gewählt werden, wird das Training heute in einer bestimmten regelmäßigen Reihenfolge variiert, bzw. gesteigert. Beim Intervall-Training ist der Wechsel regelmäßig, aber meist nur in zwei Intensitäten. Probiert es aus!


Ergometer:


5 x 2000m mit Steigerungen von 20-26 dazwischen je 2min locker rudern!


In jeder 2000m Sequenz: die ersten 1000m bei Schlagzahl 20, die nächsten 500m bei SZ 22, dann 250m SZ 24 und 250m SZ 26 - dann 2 Minuten locker! Das fünf Mal wiederholen!


Für das Walken/Laufen bedeutet das Programm:


10 Minuten locker laufen (nach Borg: niedrige Beanspruchung)

4 Minuten etwas schneller (mittel)

2 Minuten steigern (etwas anstrengend)

2 Minuten flott (anstrengend)


3 Mal wiederholen - und zum Schluss 10 Minuten locker auslaufen!



Viele liebe Grüße

Heike




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