MRV Squad - Tag 70 - 27.05. - 8:00 Uhr in Marbach

Liebe Ruderer,


heute habe ich eine interessante Frage gehört: Warum kann man mit dem Motorboot sieben Kinder betreuen, die zum ersten Mal im Einer sitzen und keine sieben Erwachsene, die sich der gleichen Aufgabenstellung widmen möchten? Oder geht es vielleicht doch?



  1. Kinder sind in der Regel leichter, so dass das Boot einfach aufgrund von Gewicht und Größe des Ruderers weniger schaukelt!

  2. Kinder wollen zwar auch nicht ins Wasser fallen, aber haben möglicherweise dennoch weniger Angst und sind weniger verkrampft?

  3. Haben Kinder eher noch ein natürliches Bewegungsgefühl? Geht dies bei uns Erwachsenen verloren?

  4. Können sich Kinder besser auf eine einzige Aufgabe konzentrieren, ohne dass die Gedanken in alle Himmelsrichtungen abschweifen? Wir Erwachsene denken oftmals während des Ruderns noch an den Ärger im Büro, die Zutaten fürs Grillen oder wollen alle Probleme dieser Welt lösen. Das funktioniert aber beim Rudern eher nicht.

  5. Kinder fragen nicht, wie lange es dauert bis sie rudern können, sie fangen einfach damit an!

  6. Kinder analysieren nicht sofort die Ruderbewegung und entscheiden zwischen "richtiger" Bewegung und "falscher" Bewegung - sie probieren ohne zu werten.

  7. Und sie vertrauen ihrem Trainer! Das wäre bei den Erwachsenen auch ganz nett!

  8. Und Kinder spielen, testen, probieren - "Messing around in a boat!" Ist das nicht klasse: einfach mal schauen, was passiert. Aufstehen, die Skulls loslassen, Schaukeln, Bade-Entchen jagen, sich gegenseitig jagen - ein völlig natürliches Lernen - genauso wie wir alle irgendwann laufen gelernt haben! Ganz von alleine? Ja, aber mit vielen Fehlschlägen! Und wieder aufgestanden! Und irgendwann geht es perfekt! Vielleicht ist das überhaupt der Geheimtipp für Erwachsenen: Messing around in a boat!!!


Die Ausgangsfrage: Ja - es würde bei Erwachsenen auch funktionieren! Ein warmer Tag, glattes Wasser, sichere Position ohne Schiffsverkehr und ganz viel Lust auf Rudern!


Welches Training oder welche spielerischen Übungen bringen Sicherheit und sorgen für ein gutes Bootsgefühl oder Bewegungsgefühl?



Ditschen - locker im Boot sitzen. Die Blätter sind senkrecht. Dann mit beiden Händen gleichzeitig die Innenhebel auf und ab bewegen!


Streichen - gute Übung, aber auch notwenig! Mit Streichen fährt man an einen Startnachen heran - der Ruderer muss diese Technik beherrschen, um eine Regatta fahren zu können. Aber auch sinnvoll, wenn man aus einem Gebüsch wieder heraus möchte. Es ist eine Übung, die bei der Einerprüfung gezeigt werden muss - schon aus Gründen der Sicherheit!


Die Wende - die Wende gehört wie das Streichen zu den grundlegenden Fähigkeiten des Rudern. Nicht jeder will 157km bis zur Mündung des Neckars in den Rhein rudern, nur weil er das Wenden nicht gelernt hat!


Schaukeln - eine Gleichgewichtsübung und eine Sicherheitsübung! Aber auch eine gute Übung um zu sehen, welche Auswirkung die Position der Innenhebel auf die horizontale Lage des Bootes hat.


Aufstehen - zum eleganten Ein- und Aussteigen ist dies eine Grundanforderung. Es gibt natürlich auch die Methode "Seerobbe" - was völlig okay ist. Wichtig ist das Aufstehen bei der Sommertalentiade - da gibt es nämlich eine Zeitgutschrift dafür. Alle Kinderruderer haben heute demokratisch beschlossen, dass zukünftig das Aufstehen in die Einerprüfung für die Erwachsenen aufgenommen wird. Tut mir leid, manchmal müssen sich auch Trainer Mehrheitsverhältnissen still unterordnen!


Für Julika war es die dritte Ausfahrt im Einer!


Ich hoffe Ihr habt alle Lust zum Einer Rudern bekommen! Aber auch die Zweier dürfen ab dem 2. Juni 2020 wieder aufs Wasser! Hier die Info von heute:


Neue Corona-Lockerungen in Bezug auf die Sportstätten und den Vereinssport ermöglichen ab Dienstag, den 2. Juni 2020 auch wieder das Rudern in Zweiern. Wir haben die Regelung bereits mit unserem Ordnungsamt abgeklärt und genehmigen lassen - können daher auch sofort am 2. Juni starten. 

Es bleibt allerdings wichtig, dass alle Hygiene- und Abstandsregelungen weiterhin strikt eingehalten werden. Alle Sportler müssen den Abstand von mindestens 1,5m einhalten (außerhalb des Zweiers). 

Die Umkleideräume dürfen weiterhin nicht benutzt werden.  Es darf keine Fahrt ohne Eintrag in das Fahrtenbuch erfolgen (das war vorher auch schon so!). Es ist jetzt umso wichtiger, da es um die Rückverfolgung von Infektionsketten gilt - wir müssen ein Protokoll führen! Mit dem Eintrag in das Fahrtenbuch akzeptiert Ihr die CORONA-Übergangsregeln des MRVs! 

Zum Thema Großboot-Rudern können wir im Moment keine Aussage machen. Unser Problem ist, dass wir die Abstände im Boot von 1,50m Abstand  (bei mehr als 2 Personen) nicht einhalten können. Wir bleiben hier aber weiterhin dran. Sobald wir neue Informationen bekommen, werden wir auch hier alle Vorschriften abklären und Genehmigungen einholen, um bereits am ersten möglichen Tag am Start zu sein!


Und es gibt auch wieder den Kleinhantel-Plan für heute:



Viele liebe Grüße

Heike

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