MRV Squad - Tag 65 - 22.05. - 8:00 Uhr in Marbach

Liebe Ruderer,


eine Auswirkung des wochenlangen Corona-Ruder-Lockdowns sind derzeit BLASEN an den Händen. Die Hände sind durch die Ruder-Abstinenz zart und weich wie ein Baby-Popo geworden. Die streichzarte Sanftheit rächt sich nun bei einigen von Euch und es gibt richtig böse Blasen.


Normalerweise fotografiere ich keine Blasen, sondern Ruderer, daher müsst Ihr jetzt mit einem etwas älteren Foto aus einem früheren Trainingslager in Kroatien vorlieb nehmen.


Ruderblasen sind die am meisten verbreitetsten Verletzungen beim Rudern. Und normalerweise nehme ich das als Trainerin auch nicht besonders ernst, sondern sage oftmals lapidar: "So lange du auf deine Hand schaust und noch nicht den Boden sehen kannst, ist es noch nicht so schlimm." Doch so einfach ist das nicht, denn eine Blase kann sich auch richtig böse entzünden und dann muss man schon mal schauen, dass sich daraus keine Blutvergiftung entwickelt. Gestern hat mir ein Ruderer seine Hand gezeigt. Um die Blase hat sich ein roter Hof gebildet. Da ist jetzt erst mal Regeneration, Pause und Heilung für die Hand angesagt.


Es gib viele Theorien, wie man vorbeugen kann oder was man zur Heilung benötigt. Auf dem Bild seht ihr jede Menge Tape. Das ist vielleicht eine Methode, aber meist entstehen dann neue Blasen am Rande des Tapes. Eine versuchen es mit Hirschtalg während des Ruderns oder nach dem Rudern. Dann gibt es noch ein paar unappetitliche Vorschläge, auf die ich hier jetzt nicht näher eingehen möchte.


Handschuhe sind bei vielen Breitensportlern beliebt, bei Rennruderern oftmals völlig verpönt. Wer es schafft, seine Hände durch Rudern abzuhärten und viele Schwielen zu bilden: Glückwunsch! Wer ständig schmerzende und entzündete Blasen hat, dem würde ich den Versuch mit sehr dünnen Handschuhen empfehlen! Was soll's! Lieber Handschuhe und einen blöden Spruch ertragen, als eine Zwangspause wegen Blasen einlegen müssen!


Die Hände sind wichtig für Euch Ruderer, daher pflegt sie auch sorgfältig! Entzündungen mit Salbe behandeln, eincremen und wenn es ernst wird, dann bitte auch mal den Arzt aufsuchen!


Auf dem Bild oben seht ihr an der unteren Hand einen Ring! Das ist natürlich ganz dumm - da ist Reibung vorprogrammiert und stellt ein Risiko dar, das sich ganz einfach auf Null setzen lässt.


Zu meinem blöden Spruch von oben: Man muss nicht wegen jeder Blase gleich darniederliegen. Blasen und Schwielen gehören zum Rudern einfach dazu! Aber jeder verantwortungsvolle Ruderer schaut auf seine Hände und reagiert, wenn Entzündungen zu sehen sind.


Ganz unten habe ich noch ein wenig zum Thema Blasen gegoogelt. Einiges fand ich ziemlich seltsam, eine Seite hat mir ganz gut gefallen - schaut Euch den Beitrag mal an!

Wer heute rudern darf, hat folgende Aufgabe:


5 x 5er Start

2 x 5er Start + 10 schnelle Schläge

4 x 250m Sprint


Wer sich an Land austoben möchte, der darf wieder das Lauf ABC in Angriff nehmen:


Zum Aufwärmen lauft Ihr Euch 20 Minuten locker ein. 5 Minuten dynamisches Dehnen.


Jetzt kommt das Lauf ABC - sucht Euch eine Strecke von ca. 50 Metern. In die eine Richtung verfolgt Ihr die Aufgabenstellung, der Rückweg erfolgt in lockerem Trab-Tempo.

  • Anfersen

  • Kniehebelauf

  • Hopserlauf

  • Laufdribbling

  • Rückwärtslaufen

  • Seitsprünge ohne Arme (Arme in der Hüfte halten)

  • Seitsprünge mit Arme (Arme schwingen)

  • Laufsprünge mit Armrotation

  • Laufsprünge ohne Armrotation

  • Steigerungsläufe (schneller werden)

  • Sprints

Jede Übung wird 2x wiederholt! Falls Ihr noch eine Bergabstrecke in das Training integrieren könnt: perfekt!

Auf dem Ergometer:

10.000m darin 10x250m Sprint


Ich wünsche Euch einen schönen und blasenfreien Freitag!


Liebe Grüße


Heike



Blasen vermeiden – Handpflege für Sportler

Bei vielen Sportarten werden die Hände extrem strapaziert. Beim Klettern etwa beansprucht die starke Reibung am Fels oder Plastikgriff die Haut, beim Turnen die Reckstange und beim Krafttraining Hantel oder Kettlebell. Die richtige Handpflege beugt Blasen vor.

Bei Sportarten wie Klettern oder Turnen liegt es im wahrsten Sinn des Wortes auf der Hand, dass die Haut dort stark beansprucht wird, schließlich greift man an raue Griffe, Reckstangen oder Barren. Auch Tennisspieler kennen unangenehme Blasen an den Händen. Doch selbst Sportler, bei denen der Laie zunächst nicht an Blasen an den Händen denkt, sind häufig betroffen. Man denke etwa an ein Workout mit Kettlebell-Übungen oder Klimmzügen. Für einen guten Griff kommt häufig Magnesiumpulver beziehungsweise Chalk zum Einsatz. Allerdings trocknet das die Haut zusätzlich aus und nimmt ihr so die Elastizität. Die Folge, wenn man die Hände anschließend nicht pflegt: Blasen, Schmerzen und eine erzwungene Trainingspause. Blasen treten dann auf, wenn Hautschichten gegeneinander gerieben werden. Die einzelnen Hautschichten lösen sich ab und die entstehenden Hohlräume füllen sich mit Gewebeflüssigkeit oder Blut. Als Reaktion der Haut auf starke Beanspruchung bildet sich Hornhaut aus. Diese Hornhaut kann vor Hautverletzungen und Blasen schützen schützen. Allerdings kann die Hornhaut reißen, und hier liegt die Ursache vieler Probleme. Je dicker sie ist, desto leichter reißt sie ein oder ab und es können sich Blasen unter ihr bilden.

Tipps zur Hautpflege Um Blasen zu vermeiden, gilt es zunächst, die Trainingsintensität langsam zu steigern und die Haut so langsam an die Belastung zu gewöhnen. Damit die Haut geschmeidig und elastisch bleibt, ist regelmäßiges Eincremen essentiell. Natürlich sollte man nicht vor der Belastung cremen, da man ansonsten keinen festen Griff hat. Am besten cremt man die Hände nach dem Training oder vor dem Schlafengehen ein und lässt die Lotion über Nacht einwirken. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Hornhaut nicht zu dick wird. Dazu bietet es sich an, mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile überschüssige Hornhaut zu entfernen. Die Hornhaut sollte stets nur so dick sein, dass sie zwar die beanspruchten Hautpartien schützt, allerdings elastisch genug bleibt und nicht einreißen kann. Am einfachsten lässt sich die Hornhaut abtragen, wenn man sie vorher in der Dusche oder Badewanne etwas eingeweicht hat.

Was tun bei Blasen? Hat es einen doch einmal erwischt, heißt es: Warten bis die Blasen abgeheilt sind. Wenn man Blasen aufsticht, besteht ein hohes Infektionsrisiko und die Trainingspause wird zwangsläufig verlängert. Auch sollte man in den Tagen des Heilungsverlaufs sein Training umgestalten, sodass die geschädigte Haut genügend Zeit zur Regeneration bekommt.

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