MRV Squad - Tag 5 - 23.03. - 8:00 Uhr in Marbach

Bewegung macht Hirn - bessere Hirnleistung durch Koordinationstraining


Liebe Ruderer,


einen wunderschönen guten Morgen. Heute steht das Training der Koordinativen Fähigkeiten an.


Was sind Koordinative Fähigkeiten, warum solltet Ihr diese trainieren und was hat das ganze überhaupt mit Rudern zu tun?


Zum Rudern benötigt Ihr fast alle Koordinativen Fähigkeiten - das macht Rudern wiederum zu einer idealen Sportart, um das Gehirn zu trainieren. Ganz kurz, aber gerne zu einem späteren Zeitpunkt auch mehr zum Thema: Neue Bewegungen schaffen neue Verbindungen von Gehirnzellen - dies nennt sich synaptische Plastizität. Neben dem Erlernen der Ruderbewegung führt auch das Wassertraining an sich zu diesem Benefit. Rudern findet auf "Instabilität" statt, das Boot schaukelt auf den Wellen, der Wind kommt von der Seite, die Mannschaft muss sich erst aufeinander einstellen, ein Schiff fährt vorbei, die Strömung macht eine differenzierte Ruderbewegung notwendig. Je besser Ihr Eure koordinativen Fähigkeiten schult, desto mehr Energie könnt Ihr für die Ruderbewegung und den Vortrieb einsetzen.


Als Ihr Rudern (oder Fahrradfahren oder Skifahren) gelernt habt, ward Ihr selten von der Bewegung ausgepowert, sondern vom Lernen der Bewegung! Erinnert Ihr Euch?


Es ist Montag - und einige Übungen erscheinen Euch bestimmt auch als "Montagsübungen" - d.h. es klappt erstmal überhaupt nichts. Bleibt dran!


Aufwärmen auf einer instabilen Unterlagen: Airex Kissen, Isomatte gerollt, Wackelbrett, Handtuch gerollt, etc.

  1. - Marschieren

  2. - Marschieren mit Knie heben

  3. - 2 x 10 Kniebeugen

  4. - auf einem Bein stehen - freies Bein schwingen / Wechsel

  5. - auf einem Bein stehen- freies Bein zeichnet vor dem Körper eine Acht / Wechsel

  6. - Ausfallschritt nach hinten - 10 mal tief gehen / Wechsel

  7. - Standwaage / Wechsel

  8. - Linkes Knie und rechter Ellenbogen zusammenführen 10x / Wechsel

Hauptteil: 2 Tennisbälle/Jonglierbälle/Socken - zwei aufgeblasene Luftballons - zwei Bälle













  1. Parallelwurf: in jeder Hand ist ein Ball - die Bälle werden senkrecht nach oben geworfen, sie kreuzen sich nicht - nur die Hände kreuzen. Ihr könnt das erst einmal einzeln mit nur einem Ball üben. Der Ball bleibt immer auf der gleichen Seite! Achtung: wahrscheinlich funktioniert das nicht auf Anhieb. Das hat mit der Aufgabenteilung der rechten und linken Gehirnhälfte zu tun - einfach weiter üben!













2. Luftballon-Jonglage: Ihr haltet einen oder zwei Luftballons in der Luft. Das ist die einfache Variante. Dann haltet ihr den einen Luftballon mit Armen, Kopf und Schultern in der Luft, den anderen nur mit den Knien und Füßen. Jetzt muss zwischen rechter und linker Seite und Kopf abgewechselt werden, niemals die gleiche Stelle zweimal hintereinander. Bei den Knien und Füßen ist es genauso. Das macht zu zweit auch ziemlich viel Spaß - da geht dann noch ein Luftballon mehr!

3. Prellen und Werfen: Zwei Bälle oder ein Ball und ein Schläger mit Ball Die eine Hand prellt den Ball, die andere wirft mit oder ohne Schläger den Ball nach oben. Dann mal die Seiten tauschen.

Cool-Down: Dehnen

  1. Plantarfaszie - vom Hauptteil habt Ihr noch einen Tennisball zur Verfügung. Stellt euch mit einem Fuß auf den Ball und rollt von vorne nach hinten. Belastet den Fuß so, dass auf der Fußsohle eine "Wohlweh" entsteht. Eine Minute belasten und dann Seitenwechsel. Gerne auch nochmals beide Seiten wiederholen. Wer jetzt in die Vorbeuge geht merkt, dass er viel weiter nach unten kommt als sonst.

  2. Von oben - Kopf - nach unten - Wade - dehnen. Wie es Euch angenehm ist - statisch oder dynamisch - da kann man eine Religion draus machen! Dazu auch zu einem anderen Zeitpunkt mehr. Heute dehnt Ihr Euch so, dass es Euch gut tut! Lasst Euch Zeit dafür - ein Muskel muss erstmal überzeugt werden!

  3. Der Tennisball eignet sich noch ganz gut zur Rückenmassage durch einen Partner. Ohne Partner geht es ganz gut an der Wand oder auf dem Boden! Bitte nicht über die Wirbelsäule schrubbern - die mag das nicht so sehr! Links und rechts der Wirbelsäule liegen Trapezmuskel, Rückenmuskel und Rückenstrecker - die freuen sich!


Zurück zum Anfang: Na, ist Euer Gehirn im Mittelteil angewachsen? Bestimmt!

Bis morgen! Da geht es zum Intervall-Training und zu Herrn Tabata! Es grüßt Euch herzlich


Heike





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