MRV Squad - Tag 48 - 05.05. - 8:00 Uhr in Marbach

Liebe Ruderer,


Karo und ich waren gestern beim Blutspenden in Kleinbottwar - deswegen ein paar Infos zum Thema Blutspenden und Sport. Wer nicht gerade Spitzensport betreibt, kann vor und nach dem Blutspenden seinen Sport weiter machen. In den zwei bis drei Tagen nach der Blutspende sollte man es aber ein wenig ruhiger angehen lassen. Der Körper benötigt diese Erholung. Man sollte bitte am nächsten Tag keinen Ergo-Test fahren müssen, besonders nicht in Neckarelz! Diese Geschichte ist ja allgemein bekannt!


Als Sportler fragt man sich schon: "Wie lange dauert es, bis mein gespendetes Blut wieder im Körper nachgebildet wird?" Ich zitiere hier am besten das DRK:


Der Verlust des abgenommenen Blutvolumens von etwa 500 ml ist schnell wieder ausgeglichen. Die Nachbildung der weißen Blutkörperchen (= Leukozyten), welche für die Abwehr von Krankheitskeimen zuständig sind, geschieht innerhalb weniger Tage. Das Blutplasma wird ebenfalls kurzfristig nachgebildet. Auch die Thrombozyten (= Blutplättchen) brauchen wenige Tage. Die Neubildung der roten Blutkörperchen dauert etwa zwei Monate. Die Leistungsfähigkeit ist während dieser Zeit in der Regel nicht beeinträchtigt. Die vorgeschriebenen Spendeabstände der verschiedenen Spendearten ergeben sich aus den Zeiträumen, die die jeweiligen Blutbestandteile für ihre Neubildung benötigen.


Wie war das nun gestern in Zeiten von Corona? Blutspenden findet derzeit nur in sehr großen Räumlichkeiten statt - daher in der Halle in Kleinbottwar. Die Spender melden sich vorab telefonisch oder online an und können sich einen Termin reservieren. Am Eingang erfolgt Fiebermessen, der Spender bekommt eine Einmal-Maske und dann geht es den üblichen Weg beim Blutspenden, von der Anmeldung, über den Arzt zu den "Abnahmestellen". Die Abstände zwischen den Liegen sind viel größer. Die Hände darf man zwischen den Stationen immer wieder desinfizieren. Das Vesper gibt es zum Mitnehmen (sehr große Tafel Merci-Schokolade!). Einfach ein bisschen anders als sonst!


Es war eine wunderbar entspannte Atmosphäre. Da es weder Warteschlagen, noch Gedränge gab, waren Mitarbeiter, Ärzte und Blutspender völlig locker drauf! Die Terminvergabe wäre eine gute Idee auch für Nach-Corona-Zeiten!


Ergometer


Aber nun zum heutigen Training. Die meisten von Euch kennen bestimmt den Trainings-Newsletter von Concept2. Er kommt morgens um 8.00 Uhr und ich schaue meist immer kurz über die Vorschläge. Es gibt drei Vorschläge für den Tag: sozusagen drei Varianten des "Workout of the Day".


Für heute nehme ich das lange Workout für Euch (ich kann ja nicht, war ja Blutspenden - so schade!) Es ist eine Art Fahrtspiel - oder eine Art Intervall-Training - so eine Kombination aus beidem. Während beim Fahrtspiel die verschiedenen Intensitäten eher zufällig gewählt werden, wird das Training heute in einer bestimmten regelmäßigen Reihenfolge variiert, bzw. gesteigert. Beim Intervall-Training ist der Wechsel regelmäßig, aber meist nur in zwei Intensitäten. Probiert es aus!


5 x 2000m mit Steigerungen von 20-26 dazwischen je 2min locker rudern!


In jeder 2000m Sequenz: die ersten 1000m bei Schlagzahl 20, die nächsten 500m bei SZ 22, dann 250m SZ 24 und 250m SZ 26 - dann 2 Minuten locker! Das fünf Mal wiederholen!


Für das Walken/Laufen bedeutet das Programm:


10 Minuten locker laufen (nach Borg: niedrige Beanspruchung)

4 Minuten etwas schneller (mittel)

2 Minuten steigern (etwas anstrengend)

2 Minuten flott (anstrengend)


3 Mal wiederholen - und zum Schluss 10 Minuten locker auslaufen!



Einstellen von Booten: Sicherheit


Es gibt ein paar Dinge am Boot, die der Sicherheit des Ruderers dienen. Eines davon sind die Fersenbänder. In allen Booten mit festen Schuhen müssen Fersenbänder und Schnellaus- lösemechanismen einwandfrei funktionsfähig sein.

Die Fersenbänder sollen so einstellt sein, dass die Fersen nicht mehr als 5 - 7 cm anhebbar sind.


Warum ist das so wichtig? Habt Ihr schon mal Schuhe ausgezogen, indem ihr mit dem rechten Fuß auf die Ferse des linken Schuhs gestanden seid? So zieht man z.B. Gummistiefel aus! Das geht ganz gut! Dieser Mechanismus kann Euch beim Kentern die Gesundheit retten - ihr kommt nämlich aus den Schuhen oder Halterungen raus - indem ihr die Ferse nach hinten oben zieht!


Hier darf auch jeder Ruderer Verantwortung für sich und andere übernehmen: Vor dem Rudergang die Fersenbänder kontrollieren! Sind sie zu lang, dann bitte auf 5 cm kürzen! Sind sie nicht vorhanden oder marode: bitte ersetzen oder mit dem Trainer/Bootswart reden! Manche Dinge kann man aber auch schnell selbstständig machen - das Thema Fersenbänder gehört dazu! Auf keinen Fall einfach wieder ins Lager legen, nach dem Motto: soll der nächste machen! SICHERHEITSRELEVANT!


Viele liebe Grüße mit ganz viel Herzblut (auch wenn es kurzzeitig 500ml weniger sind)


Heike

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