MRV rockt November Blues - Tag 8

Liebe Ruderer,


eine Woche mit schönsten Wetteraussichten liegt vor uns. Ja, es wäre wunderschön jetzt rudern zu gehen. Gestern wären einige von Euch auf der Langstrecke in Breisach gestartet und wir waren alle zuversichtlich, Ihr hattet Euch top vorbereitet. Aber dennoch tröstet uns das Wetter und lädt uns alle ein, das Trainingsprogramm in den Land-Modus umzustellen. Die Sonne scheint und die Temperaturen liegen immer im zweistelligen Bereich!


Montag ist wieder ein ganz ruhiger Grundlagen-Ausdauer-Tag. Wählt nochmals Strecke, die vom Gelände nicht zu anspruchsvoll ist und versucht nach Borg Skala zu gehen. Wählt eine persönliche Intensität zwischen 12 und 13 - also zwischen leicht und etwas anstrengend. Die absolute Laufgeschwindigkeit ist somit bei jedem etwas anders.


Laufen/Walken:

90 Minuten leicht bis etwas anstrengend


Radfahren:

120 Minuten leicht bis etwas anstrengend


Ruderergometer:

60 -70 Minuten leicht bis etwas anstrengend


Die Minuten-Angaben sind für Junioren gedacht. Wenn ich 90 Minuten laufe, bekomme ich vielleicht noch ab und zu Luft, aber meine Oberschenkel und Waden halten mich für größenwahnsinnig!


Die Borg Skala dient zur Abschätzung des subjektiven Belastungsempfindens.


Da in der Regel die Ruheherzschlagfrequenz bei ca. 60 Schlägen pro Minute liegt, beginnt die Borg Skala bei 6, was den 60 Schlägen pro Minute entspricht. Die maximale Herzschlagfrequenz liegt bei gesunden Menschen meist bei ca. 200 Schlägen pro Minute - daher endet die Borg Skala bei 20.

Belastungsempfinden

6

7 sehr, sehr leicht

8

9 sehr leicht

10

11 leicht

12

13 etwas anstrengend

14

15 anstrengend

16

17 sehr schwer

18

19 sehr, sehr schwer

20


Auf der Seite www.akademie-sport-gesundheit.de findet Ihr noch weitergehende Erläuterungen zur Borg Skala


Die Orientierung an der Herzfrequenz ist im Ausdauerbereich für Breiten- und Gesundheitssportler zweckmäßig, denn es gibt einen lineareren Zusammenhang zwischen der Herzfrequenz und der Arbeitsintensität. Es sollte aber beachtet werden, dass es sich um eine subjektive Einschätzung der Belasung handelt (=Beanspruchung), die unter Umständen ungenau sein kann.

Wer in der Nähe des Marbacher Rudervereins laufen gehen möchte, dem empfehle ich wieder die Runde Benninger Seite bis Neckarweihinger Fußgängerbrücke, zurück durch den Energiepark, Egetrans, Ruderverein. Kurz nach dem Energiepark könnt Ihr wieder etwas interessantes sehen. Grund dann eine kleine Laufpause einzulegen.


Bis ins Frühjahr 2013 war unser ruderbares Revier fast 400m länger. Man konnte nämlich in südlicher Richtung - zur EnBW/EVS - bis fast an den unteren Teil des Kraftwerks rudern. Heute warnt schon vor der Kurve ein Schifffahrtszeichen in rot-weiß-rot vor der Weiterfahrt für alle Wasserfahrzeuge. Grund war ein Hochwasser, dass die eine Seite der Kraftwerksbefestigung mit seinen großen Quadersteinen mit sich riss. Diese liegen nun auf dem Grund und würden mit ihren scharfen Oberkanten die Boote aufreißen. Kaum ein Jahr nach dem Hochwasser hatte sich bereits Grün gebildet und Wasservögel ihre Wohnungen bezogen.



Die grünen Inseln habe ich nicht gut aufs Bild bekommen. Beim ersten Bild sieht man aber, was alles abgerutscht ist, nämlich die - heute - komplette hell geschotterte Fläche. Sie war zuvor steil und bestand aus den besagten Quadersteinen. Rechts sieht man welch lange Strecke von diesem Abrutschen betroffen ist. Ganz in der Ferne seht Ihr das Schifffahrtszeichen.


Durch die gute Steuerung der Schleusen und das vorausschauende Ablassen von Wasser sind in den letzten Jahren die Hochwasser-Ereignisse eher harmlos gewesen. Dass dies nicht immer so war, zeigen die nächsten beiden Bilder:


Im ersten Bild links: Im Jahr 1931 wurde Marbach von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht. Die Neckarinsel wurde unter Wasser gesetzt.

Das rechte Bild stammt aus dem Jahr 1906. Der Mühlkanal ist nicht mehr zu erkennen und sogar die Häuser am unteren Mühlweg stehen unter Wasser. Links oben im Bild seht Ihr das Wasserkraftwerk (Schlösschen) und die Brücke, von der ich Euch erzählt habe.


Die Bilder stammen aus dem Buch "Marbach - Bilder im Wandel der Zeit" von unserem Archivar Albrecht Gühring. Sicherlich kommt im November noch mehr aus diesem Buch - es ist einfach super spannend! Wie war das 1965 mit der Queen in Marbach?


Viele liebe Grüße und uns allen eine gute Woche!


Heike

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