MRV rockt November Blues - Tag 4

Liebe Ruderer,


heute ist wieder ein Ausdauer-Tag. Vielleicht sind von Tabata am Dienstag und dem Krafttraining am Mittwoch ein paar eurer Muskeln noch beleidigt mit Euch. Das ist okay, das dürfen sie auch - ist ja schließlich November!


Heute also ein Wohlfühlprogramm für Körper und Geist!


Programm:

60-90 Minuten locker laufen oder walken

15 Minuten dynamisches Dehnen nach dem Lauf



Wählt das Tempo so, dass Ihr das Gefühl habt, den Lauf auch über 2 Stunden durchhalten zu können. Es kann sein, dass einige von Euch wieder darauf achten sollten, dass das Gelände nicht zu viele Steigungen beinhaltet. Einige werden etwas langsamer unterwegs sein und für andere bietet auch ein etwas höheres Tempo keine große Schwierigkeit. Also schätzt Euch selbst gut ein! Die einzige Vorgabe ist, ihr solltet nach dem Lauf noch das Gefühl haben, dass ihr nicht komplett platt seid! (nur bisschen!)



Und wieder was "pädagogisch wertvolles" am Rande:


Iris Pahmeier von der Universität Vechta, Sportwissenschaft beschreibt in ihrem Artikel "Barrieren vor und Bindung an gesundheitssportliche Aktivität" die Gründe, die einen so im Alltag im Umgang mit dem Sport beschäftigen.


Es gibt so drei Phasen, die kritisch sind:


1. Will ich überhaupt mit dem Sport/Training beginnen? (Das nennt sich "Beschäftigung mit dem Thema Verhaltensumstellung, Vorbereitung")


Glückwunsch, über diese Phase seid Ihr schon drüber, wenn Ihr Euch mit dem Blog beschäftigt. Ihr habt sie mit Ja beantwortet, sonst würdet Ihr dies gerade nicht lesen! Ihr würdet nicht rudern, den Fakt betrauern, dass das Rudern gerade mal wieder eingeschränkt ist - es wäre Euch dann schlicht völlig "wurschd".


2. Wie sieht mein Einstieg aus? (aktiv werden)


Da Ihr Eure Laufschuhe sicher schon geschnürt habt, diese Woche schon Tabata und Krafttraining gemacht habt. Erledigt! Punkt abgehakt! Auch hier Glückwunsch!


3. Wie bleibe ich dabei? (neues Verhalten stabilisieren, bzw. Rückfall)


Jetzt kommen wir zum kritischen Punkt! Der Ausstieg aus der einmal begonnenen Aktivität bzw. ein Rückfall in die Inaktivität verhindern ein Dabeibleiben, d.h. eine langfristige Aufrechterhaltung der sportlichen Aktivität und damit eine Bindung an diese.


Jetzt kommt meine Lieblingsstelle in dem Artikel: Die vorliegenden Studien untersuchten die Auswirkungen des Lehrstils des Übungsleiters, den Einfluss seiner fachlichen Kompetenz sowie sein Verhalten im Hinblick auf die Umgangsart mit den Teilnehmern auf Ausstieg und Bindung. Aussteiger aus Fitnessstudios (oder Vereinsangeboten) nehmen ihre Trainer und Betreuer als weniger freundlich, als weniger geduldig und weniger hilfsbereit sowie als weniger kompetent wahr als Dranbleiber.


Jetzt mal ehrlich: Von Euch kann jetzt keiner mehr aus dem Programm aussteigen! Ich bin als Trainerin und Betreuerin freundlich, endlos geduldig und meistens auch hilfsbereit. Ja, da war noch das mit der Kompetenz, aber man kann nicht alles haben!


FAZIT: von Euch muss nun jeder am Programm dranbleiben, sonst stimmen die Untersuchungen zum Thema nicht mehr! Das wäre ein Affront gegen die Autoren und die Studien zu diesem Thema! Viel Freude also mit mir weiterhin beim "MRV rockt November-Blues"!


Liebe Grüße


Heike












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